Archiv: Ausstellungen Museum Zinkenbacher Malerkolonie
2001 bis 2024

Die Ausstellungen der letzten Jahre präsentieren wir nachstehend jeweils mit einer kurzen Beschreibung. Gerne können Sie auch den jeweiligen Ausstellungskatalog bestellen. Bitte nutzen Sie dafür den Button „KATALOGE“.

Alle Kunst ist das Kind ihrer Zeit

14. Juni 2025 – 12. Oktober 2025
Kurator: Mag. Peter Rieder

ISBN: 3-902301-25-2

20 Euro

Die Ausstellung zeigte anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Hauses die Malerkolonie in ihrem sozialen und politischen Umfeld – vom Untergang der Monarchie bis zur Auflösung der Künstler:innengemeinschaft aufgrund politischer Veränderungen im Jahr 1938 – sowie als Epilog bis in die Nachkriegszeit.

Gezeigt wurden Werke, die noch in der Monarchie entstanden waren, darunter Zeichnungen von Alfred Gerstenbrand und eine Arbeit von Oskar Laske. Die wohl wichtigste Kunstströmung Österreichs in der Zwischenkriegszeit, die Neue Sachlichkeit, war mit Arbeiten von Bettina Bauer-Ehrlich, Gertrude Schwarz-Helberger und Sergius Pauser vertreten. Die Landschaftsmalerei, geprägt durch die Sommerfrische am Wolfgangsee, wurde durch Werke von Lisel Salzer, Ferdinand Kitt, Ernst Huber und Georg Ehrlich repräsentiert.

Lisl Salzer – Lisl Weil – Hilde Spiel

22. Juni 2024 – 13. Oktober 2024
Kuratorin: Dr. Marie-Theres Arnbom

ISBN: 3-902301-24-4

20 Euro

Drei befreundete Künstlerinnen standen im Mittelpunkt der Ausstellung: die Malerin Lisel Salzer, die Illustratorin und Performancekünstlerin Lisl Weil sowie die Schriftstellerin Hilde Spiel. Die Verbindungen zwischen diesen Künstlerinnen waren eng und vielschichtig: Lisel Salzer porträtierte Hilde Spiel, mit der sie während eines Sommers in St. Wolfgang eine Liebelei mit zwei Belgiern erlebte – eine Begebenheit, die als Vorlage für Hilde Spiels Roman Verwirrung am Wolfgangsee diente.

Lisel Salzer porträtierte auch die Familie von Lisl Weil; diese Arbeiten befanden sich im Nachlass der Familie in New York und wurden in der Ausstellung erstmals der Öffentlichkeit präsentiert.

Meister – Schüler – Meisterschüler

17. Juni 2023 – 08. Oktober 2023
Kuratoren: Bernhard Barta und Claudia Baumann

ISBN: 3-902301-23-6

20 Euro

Die Ausstellung 2023 widmete sich den Professoren der Zinkenbacher Malerkolonie und ihren Schüler:innen. Ausgehend von den Werken der Meister lag das Hauptaugenmerk auf den Schüler:innen, wobei bewusst die Wirkungszeit der Zinkenbacher Malerkolonie – die Zwischenkriegszeit – verlassen und künstlerischen Tendenzen nach 1945 nachgespürt wurde.

Erstmals in der Geschichte des Museums wurden überwiegend Werke der 1950er-, 1960er- und 1970er-Jahre präsentiert.

Von den Künstlern der Zinkenbacher Malerkolonie wurden zwei Maler als Professoren an die Akademie der bildenden Künste in Wien berufen: Sergius Pauser und Josef Dobrowsky. Die Diskussion über konkrete oder abstrakte Malerei war in Österreich zu dieser Zeit in vollem Gange und machte auch vor den Meisterklassen beider Professoren nicht Halt. Neben der gegenständlichen Kunst spielte vor allem die informelle und abstrakte Malerei eine bedeutende Rolle.

In hellen und in finsteren Zeiten | Der Hagenbund auf Sommerfrische

18. Juni 2023 – 09. Oktober 2022
Kuratorin: Claudia Baumann

ISBN: 3-902301-22-8

20 Euro

Die Ausstellung 2022 des Museums Zinkenbacher Malerkolonie am Wolfgangsee beleuchtete die Licht- und Schattenseiten der Zwischenkriegskunst. Präsentiert wurden ausgewählte Werke der Malerkolonie, des Hagenbundes sowie weiterer Künstlerkreise im gesellschaftspolitischen Spiegel ihrer Zeit.

Der Hagenbund war ein Künstlerverein, dessen Ausstellungen für moderne europäische Kunstrichtungen prägend wurden. Ab 1900 trafen dort Künstler*innen zusammen, die mit den konservativen Gepflogenheiten in Wien unzufrieden waren. Im Hagenbund konnten sie frei und fortschrittlich arbeiten. Er entwickelte sich zu einem wichtigen Sprachrohr der Klassischen Moderne in Österreich.

ALFRED GERSTENBRAND | Ein Maler auf Reisen

19. Juni-10. Oktober 2021
Kuratorin: Julia Diem

ISBN: 3-902301-21-X

20 Euro

Die Sommerausstellung 2021 im Museum Zinkenbacher Malerkolonie in St. Gilgen am Wolfgangsee präsentierte den Künstler Prof. Alfred Gerstenbrand (1881–1977) sowie jene Kunstwerke, die während seiner zahlreichen Reisen entstanden waren. Diese Reisen führten Gerstenbrand bereits kurz nach der Jahrhundertwende in viele Länder Europas, in den Orient sowie auf andere Kontinente.

Zu seinen Reisezielen zählten unter anderem Deutschland, England, Frankreich, Italien, Portugal, die Länder der ehemaligen Donaumonarchie sowie Ägypten, Argentinien und Nordamerika. Auf all diesen Reisen entstanden Skizzen, Zeichnungen, Karikaturen, Aquarelle und kleinformatige Ölbilder.

Meister-Werke | 20 Jahre Museum Zinkenbacher Malerkolonie

20. Juni-4. Oktober 2020
Kuratorin: Claudia Baumann

ISBN: 3-902301-21-1

20 Euro

Das Museum blickte in diesem Jahr auf seine 20-jährige Ausstellungstätigkeit zurück und ging dabei bis zu seinen Anfängen – der Schenkung von Lisel Salzer – zurück. Erstmals war ein Großteil der dem Museum überlassenen Gemälde in frisch restauriertem Zustand zu sehen.

Wie der Titel der Ausstellung nahelegte, wurde auch die Frage der künstlerischen Meisterschaft im Zusammenhang mit der Zinkenbacher Malerkolonie aufgegriffen. Franz von Zülow und Ludwig Heinrich Jungnickel waren mit eigens entwickelten Techniken vertreten. Bei Sergius Pauser, Ferdinand Kitt und Gudrun Baudisch zeigte sich bereits die frühe Meisterschaft. Josef Dobrowsky und Alfred Gerstenbrand überzeugten mit Frauenporträts sowie mit für sie typischen Arbeiten im Sinne ihres meisterlichen Könnens.

Ludwig Heinrich Jungnickel | Magische Momente | Werke 1918-1938

22. Juni–6. Oktober 2019
Kurator: Peter Weber

ISBN 3-902301-19-1

20 Euro

Die Sommerausstellung 2019 ist dem international bekannten deutsch-österreichischen Maler und Grafiker Ludwig Heinrich Jungnickel gewidmet. Der Künstler gilt als bedeutendster österreichischer Tiermaler des 20. Jahrhunderts und ist ein typischer Repräsentant der „Klassischen Moderne“. Dem Museum ist gelungen, Peter A. Weber, Großneffe und Nachlassverwalter des Künstlers, als Kurator zu gewinnen. In der Ausstellung werden neben Tiermotiven auch weniger bekannte Sujets gezeigt. Sie dokumentieren das umfangreiche und vielfältige Schaffen des Künstlers in Druckgrafiken, Zeichnungen, Aquarellen und seltenen Ölbildern. Präsentiert werden ausschließlich Werke einer Privatsammlung, die teils noch nie öffentlich gezeigt wurden.

AUFLÖSUNG | Die letzten Jahre der Zinkenbacher Malerkolonie

23. Juni–7. Oktober 2018
Kuratorin: Claudia Baumann

ISBN 3-902301-18-1

20 Euro

Die Sommerausstellung 2018 war der Auflösung der Zinkenbacher Malerkolonie gewidmet und beleuchtete die Jahre 1937 bis 1939. Für viele Zinkenbacher Malerinnen und Maler verloren Reisen in dieser Zeit ihren Bildungscharakter und wurden zur Überlebensfrage. Viele retteten sich ins Exil, andere passten sich dem Nationalsozialismus an.

Einblicke in das Leben und Schaffen der Künstlerinnen und Künstler im Exil erhielten die Besucherinnen und Besucher in dieser Ausstellung. Manche Werke waren im Sommer 2018 erstmals wieder öffentlich zugänglich. Zudem wurden Leihgaben des Salzburg Museums, der Österreichischen Galerie Belvedere und des Wien Museums gezeigt.

Die einfache Wahrheit | Meisterwerke der Zwischenkriegskunst aus der Sammlung OeNB

24. Juni–8. Oktober 2017
Kuratorin: Helene Zimmerebner

ISBN 3-902301-17-1

20 Euro

Die Sommerausstellung 2017 präsentierte ein breites Spektrum an Werken der 1920er- und 1930er-Jahre aus der Sammlung der OeNB. Bereits zum zweiten Mal konnte die Oesterreichische Nationalbank als prominente Leihgeberin gewonnen werden.

Bedeutende österreichische Künstlerinnen und Künstler der Neuen Sachlichkeit, darunter Rudolf Wacker, Greta Freist, Viktor Planckh und Wilhelm Träger, waren in der Ausstellung vertreten. Das monumentale Werk „Die Tänzerin“ von Greta Freist – normalerweise als Dauerleihgabe in der Albertina Wien – war ebenfalls zu sehen. Landschaftsbilder von Albert Birkle, Wilhelm Thöny und Ernst Huber ergänzten die Schau.

Die schaffende Österreicherin | 90 Jahre „Vereinigung Wiener Frauenkunst“

25. Juni–9. Oktober 2016
Kuratorin: Marie-Theres Arnbom

ISBN 3-902301-16-3

20 Euro

Die Ausstellung des Museums Zinkenbacher Malerkolonie empfand die Idee der „Vereinigung Wiener Frauenkunst“ und den Aufbau der Ausstellungen dieser Vereinigung nach, die eine Menge vielfältig tätiger Künstlerinnen zählte. Gemälde wurden ebenso gezeigt wie Druckgrafik und Kunsthandwerk. Die Gestaltung folgte den Ideen Liane Zimblers, der ersten Architektin Österreichs. Die Exponate stammten aus Privatsammlungen und dem Museum Zinkenbacher Malerkolonie.

Josef Dobrowsky und seine Freunde in Zinkenbach

4. Juli–4. Oktober 2015
Kuratorin: Claudia Baumann

ISBN 3-902301-15-5

20 Euro

Die Ausstellung „Josef Dobrowsky und seine Freunde in Zinkenbach“ stellte die Arbeiten von fünf Künstlerfreunden in den Mittelpunkt. Im Zeitraum von 1932 bis 1936 besuchte Josef Dobrowsky gemeinsam mit den befreundeten Künstlern Ernst Huber, Sergius Pauser und Franz Zülow Ferdinand Kitt und seine Malerkolonie in Zinkenbach.

Gezeigt wurden Porträts von Menschen, die mit der Zinkenbacher Malerkolonie in Verbindung standen, ebenso wie Landschaften und Bauernhöfe aus dem Salzkammergut, die in Beziehung zum Schaffen Dobrowskys gesetzt wurden. Die besondere Charakteristik dieser Künstlergruppe wurde durch zahlreiche Karikaturen von und über die fünf Künstler greifbar gemacht.

In Freiheit, nur nach dem Gespür | Die Welt der Gertrude Schwarz-Helberger

5. Juli–5. Oktober 2014
Kuratorin: Helene Zimmerebner

ISBN 3-902301-14-7

20 Euro

Die Künstlerin Gertrude Schwarz-Helberger hat im Laufe ihres über hundertjährigen Lebens eine Fülle von Artefakten produziert, die in der Sommerausstellung gebändigt und präsentiert wurden. Auf zahlreichen Reisen in den Süden (Italien, Dalmatien, Frankreich) dokumentierte sie auf höchst humorvolle Weise ihre Reiseerlebnisse. Den künstlerischen Fantasie-Reisen nach Afrika war ebenfalls ein Teil der Ausstellung gewidmet. Ein besonders interessantes Album, das ebenfalls zu sehen war, zeigt die Vorkommnisse einer gemeinsamen Reise mit dem Ehepaar Huber.

Bilder aus dem Koffer | Die Sammlung Fritz Grossmann und die Wiederentdeckung von Theodor Fried

13. Juli–13. Oktober 2013
Kuratorin: Marie Theres Arnbom

ISBN 3-902301-13-9

20 Euro

In diesem Jahr widmete sich das Museum Zinkenbacher Malerkolonie dem Kunsthistoriker Fritz Grossmann, der, mit vielen Zinkenbacher Künstlern befreundet, auf seine Flucht vor den Nationalsozialisten viele Blätter mitnahm. Eine einzigartige Sammlung, die sich heute im Besitz von Fritz Grossmanns Tochter in Wales (GB) befindet und erstmals gezeigt wurde. Ein großer Teil der ausgestellten Bilder stammt von Theodor Fried.

Zinkenbach – ein österreichisches Worpswede? Schicksal der Malerkolonie am Wolfgangsee

7. Juli–7. Oktober 2012
Kuratorin: Helene Zimmerebner

ISBN 3-902301-12-0

20 Euro

Der Zinkenbacher Malerkolonie wurde 1932 vom seinerzeit einflussreichen Wiener Kunstkritiker Wolfgang Born in einem Artikel des Wiener Journals prophezeit, sie sei „auf dem besten Weg ein österreichisches Worpswede zu werden“. Anhand dieses Artikels im Wiener Journal stellte das Museum die dort erwähnten Künstler und Künstlerinnen aus Zinkenbach vor. Keine Gegenüberstellung oder Vergleich mit den Worpswedern, sondern die Möglichkeit, die Zinkenbacher Maler/innen in ihrem Schaffen und ihrer persönlichen Lebensgeschichte zu entdecken. Auch im Spannungsfeld vor und nach dem allumfassenden Eingreifen nationalsozialistischer „Kulturpolitik“. Die Ausstellung sollte anregen, sich mit den einzelnen Personen auseinanderzusetzen.

Bilder auf Sommerfrische | Aus der Sammlung der OeNB von Faistauer bis Thöny

2. Juli–2. Oktober 2011
Kuratorinnen: Helene Zimmerebner und Ellen Florey

ISBN 3-902301-11-2

20 Euro

Diese Ausstellung präsentierte eine Auswahl an Leihgaben der umfangreichen Sammlung der Oesterreichischen Nationalbank. Bedeutende Werke österreichischer Zwischenkriegs-Künstler von Anton Faistauer, Carl Moll, Albert Paris Gütersloh und Albert Birkle bis zu Malern der Zinkenbacher Malerkolonie wie Ernst Huber und zu Größen wie Wilhelm Thöny, Carry Hauser, Erika Giovanna Klien und Viktor Planckh waren zu sehen. Dem Besucher wurde ein spannender, vielschichtiger Einblick in diese besondere Zeitspanne der österreichischen Geschichte und das breite Spektrum der künstlerischen Reaktionen gewährt.

Alfred Gerstenbrand | Ein Maler und St. Gilgen

26. Juni–26. September 2010
Kuratorin: Petra Kronberger

ISBN 3-902301-10-4

20 Euro

Die Sommerausstellung gab nur in einen kleinen, bescheidenen Teil in das Oeuvre Alfred Gerstenbrands Einblick. Gezeigt wurden zahlreiche Arbeiten, die den vielen Freunden zum Geschenk gemacht wurden, ohne dass der Künstler einen wirtschaftlichen Nutzen daraus gezogen hätte. Die überwältigende Anzahl an Bildern, die sich im Besitz vieler seiner Freunde in und um St. Gilgen und Wien finden, sind Geschenke, mit denen er die Zuneigung erwiderte, die ihm als liebenswürdigem Künstler und Menschen entgegengebracht wurden.

Ernst August von Mandelsloh | Der Zerrissene

Juli–Oktober 2009
Kuratorin: Ruth Kaltenegger

ISBN 3-902301-09-0

20 Euro

Ziel dieser Ausstellung war die künstlerische Einordnung und eine Würdigung seines Schaffens. Dabei durfte auch der historisch-politische Aspekt nicht außer Acht gelassen werden. Die Bedeutung von Mandelsloh erschließt sich nicht nur von künstlerischer Seite. Als Mitglied der Zinkenbacher Malerkolonie war er über Jahre eng mit der Region Wolfgangsee verknüpft. Aber auch seine Tätigkeit als künstlerischer Werkstattleiter der Keramikmanufaktur Schleiss in Gmunden festigten seine Freundschaften mit Franz von Zülow oder auch Ernst Huber. Er ist in seinen Werken stilistisch eher der Neuen Sachlichkeit zuzuordnen.

Der Wolfgangsee | Ideal einer Landschaft

28. Juni–30. September 2008
Kuratorin: Helene Zimmerebner

ISBN 3-902301-08-2

20 Euro

Die Sommerausstellung 2008 des Museums Zinkenbacher Malerkolonie widmete sich den Darstellungen des Wolfgangsees und seiner Landschaft. Das gesamte Salzkammergut, darunter auch der Wolfgangsee, übte seit jeher mit seiner romantischen Landschaft auf Kunst- und Kulturschaffende einen besonderen Reiz aus. Die Landschaft war Zufluchtsort städtischer Betriebsamkeit und ideales Sujet für Künstler/innen, einige darunter zählen zu den größten österreichischen Maler/innen des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Ausstellung zeigte Bilder dieser Künstler und Künstlerinnen vom See und seinen Ortschaften. Auch die Zinkenbacher Malerkolonie war mit Werken Ernst Hubers, Ferdinand Kitts u.a. vertreten.

Gudrun Baudisch | Zum 100. Geburtstag

1. Juli–30. September 2007
Kuratorin: Hemma Ebner

ISBN 3-902301-07-4

20 Euro

Die Ausstellung widmet sich dem Werk Gudrun Baudisch – laut Zeitungsbericht aus dem Jahr 1930 die bedeutendste Bildhauerin Österreichs. Zu sehen waren Keramiken ebenso wie Bildhauerei aus dem Repertoire der Künstlerin. Werke aus ihrer Zeit in den Wiener Werkstätten waren ebenso zu sehen wie Keramiken für die Gruppe H. Das Herausarbeiten der vielfältigen Aspekte ihres Lebens konnte in Ansätzen geleistet werden. Basiernd auf ihrem Nachlass von Briefen, Dokumenten wenigen zeitgenössischen Beiträgen wurde versucht, ihrer Persönlichkeit gerecht zu werden.

Künstlerfreundschaften | Die Welt ist ein Dorf

Juli–Oktober 2006
Kuratorin: Ruth Kaltenegger

ISBN 3-902301-05-8

20 Euro

Künstlerfreundschaften – wohl kaum ein anderes Ausstellungsthema ließ eine derart große Bandbreite an unterschiedlichen Persönlichkeiten zu, die einander aus vielfältigen Gründen verbunden waren. Maler, Bildhauer, Schauspieler, Musiker, Journalisten, Philosophen, Politiker und Wissenschafter erschienen dabei auf den ersten Blick als homogene Masse, ohne dass die tieferen Beweggründe ihrer Verbundenheit näher beleuchtet wurden.

Oft handelte es sich um Freundschaften, die zunächst abwegig erschienen, während sich in anderen Fällen ein gemeinsamer Nenner überraschend klar erkennen ließ. Daraus spannte sich ein Netzwerk, das den Bogen von Egon Schiele bis Grandma Moses ebenso schlug wie von Elisabeth Bergner zu Richard Mayr – was auf den ersten Blick beinahe übertrieben wirken mochte.

Künstlerleben 1945–1955 | Zwischen Last und Hoffnung

Juli–Oktober 2005
Kuratorin: Ruth Kaltenegger

ISBN 3-902301-08-2

20 Euro

Diese Ausstellung war den vielfältigen Schicksalen der Künstlerinnen und Künstler der Zinkenbacher Malerkolonie gewidmet. Mit dem Jahr 1945 war die Geschichte der Zinkenbacher Malerkolonie längst Vergangenheit. Geprägt von den Ereignissen der Jahre 1938 bis 1945 setzte jede/r von ihnen zwar die künstlerische Entwicklung fort, allerdings muss bedacht werden, dass die meisten von ihnen bereits an die 60 Jahre alt waren. Sie setzten alles daran, möglichst schnell wieder Strukturen zu schaffen, die ein aktives Kulturleben gewährleisteten. Sie wurden Lehrer einer neuen Generation, organisierten Ausstellungen und konnten auf Künstlerleben zurückblicken, die zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen und politische Wenden mitgemacht hatten.

Georg Ehrlich | Von der Zeichnung zur Bronze

Juli–Oktober 2004
Kuratorin: Renate Oberbeck

ISBN 3-902301-01-5

20 Euro

Die Sommerausstellung 2004 war erneut einem jüdischen Mitglied der Zinkenbacher Malerkolonie gewidmet. Wie Lisel Salzer (Ausstellung 2003) wurde auch Georg Ehrlich gezwungen, Österreich zu verlassen. In den Höfen und Feldern von Zinkenbach entstehen zahlreiche Tierstudien, von denen er einige in Bronzen umsetzt. Diesen Tierbronzen war ebenfalls ein Bereich der Ausstellung gewidmet. Eine „Knabbernde Ziege“ erinnert in amüsanter Weise an die Sommer am Wolfgangsee: Weil seine Quartiergeberin skandalös fand, dass Ehrlich dauernd nackte Frauen und Mädchen malte – ohnehin meist seine Frau – wollte sie den Künstler kein zweites Mal bei sich im Hause haben. Ehrlich konnte sie jedoch mit einem Porträt ihrer Lieblingsziege versöhnen und damit sein Sommerquartier für die folgenden Jahre sichern.

Lisel Salzer | Ein Künstlerleben zwischen Wien und Seattle

14. Juni–15. September 2003
Kuratorin: Christina Steinmetzer

ISBN 3-902301-08-2

20 Euro

Lisel Salzer, (1906–2005) war die letzte Künstlerin aus dem Kreis der Zinkenbach Kolonie. Seit ihrer Emigration 1939 lebte die gebürtige Wienerin in den Vereinigten Staaten. Die Ausstellung erzählte von „Reisegefährten“ der Emigration, von den letzten und den ersten Dingen. „Von den letzten Dingen“ meint eine kleine Auswahl von Aquarellen, die, sorgsam gezeichnet, von dem sonst flotten Stil der Salzer abstechen. „Von den ersten Dingen“ erzählen die Bilder nach der Ankunft in New York. Es sind Bilder aus dem glücklichen Blickwinkel auf die neue Welt. Auch die Gefährten ihres Lebens werden noch einmal versammelt: die Familie, die Freunde und Freundinnen ebenso wie die Kollegen: Josef Dobrowsky, Sergius Pauser und Ernst Huber. Sie alle hat Lisel Salzer überlebt.

Heimat, Fremde und Exil

Juli–Oktober 2002
Kuratorin: Ruth Kaltenegger

ISBN 3-902301-00-7

20 Euro

Ausgehend von der politisch-historischen Entwicklung der Jahre 1927 bis 1938 wurde in dieser Ausstellung der künstlerische Werdegang jener Künstlerinnen und Künstler nachgezeichnet, die sich jeden Sommer in Zinkenbach am Wolfgangsee trafen. Die drei Schlagwörter „Heimat, Fremde und Exil“ umrissen dabei die zentralen Lebensstationen der einzelnen Malerinnen und Maler und vermittelten ein umfassendes Bild einer ganzen Generation.

Es ging jedoch nicht nur darum, die Kunst dieser Menschen zu betrachten, sondern auch das dahinterliegende Leid zu erkennen. Die Maler der Zinkenbacher Malerkolonie näherten sich diesem Thema allerdings aus unterschiedlichen Beweggründen.

„… Da ich ein Maler bin, der aus der Landschaft seine Bildidee und Bildform holt, ist es leicht erklärt, warum ich mich nach all den vielen Reisen in das Ausland in meinem Land so wohl fühle.“ (Ernst Huber)

Auftakt: Das langsame Werden eines Museums

Juli–Oktober 2001
Kuratorin: Ruth Kaltenegger

ISBN 3-9501524-3-1

20 Euro

Die erste Ausstellung widmete sich der Entstehung, Bedeutung sowie Umfeld und Zerfall der Zinkenbacher Malerkolonie. Als kleine Gruppe, die sich alljährlich zur Sommerfrische traf, spiegelt sie die unterschiedlichen Tendenzen der Kunst während der Zwischenkriegszeit wider; ebenso wie den Versuch, eine Neuorientierung zu finden. So unterschiedlich jede/r einzelne der Künstler und Künstlerinnen war, die sich um die zentrale Figur Ferdinand Kitt sammelten, so verschiedenartig waren die malerischen Temperamente. Wesentliches gemeinsames Merkmal ist die Hinwendung zur Landschaftsmalerei und in dem bäuerlichen Umfeld das Leben einfacher zu gestalten. Im „Malschiff“, wie sich die Gruppe gerne selbst bezeichnete, waren Persönlichkeiten aller politisch-soziologischen Strömungen der Zeit vertreten. „Arier“ und „Nichtarier“ setzten sich hier noch gemeinsam in ein Boot.