Franz von Zülow

Franz von Zülow wurde am 15. März 1883 in Wien geboren und begann seine künstlerische Ausbildung 1901 an der Allgemeinen Zeichenschule im Fach „Natur“. 1902 setzte er die Ausbildung an der Graphischen Lehr- und Versuchsanstalt in Wien bei Joseph Eugen Hörwarter und Hubert Landa fort und wechselte ein Jahr später in die Kunstgewerbeschule des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie zu Felician Freiherr von Myrbach, Koloman Moser und Carl Otto Czeschka.

Durch sein Studium stand er der Klimt-Gruppe nahe und stellte 1908 mit ihr gemeinsam in der Wiener Kunstschau aus. Von 1903 bis 1915 gab Zülow im Selbstverlag eine Folge der von ihm erfundenen Papierschnitt-Schablonendrucke heraus. Für diese Technik erhielt er 1907 die Patenturkunde.

1908 trat Zülow der Wiener Secession bei. Um 1910 entstanden die ersten Kleisterbilder, für die er später besonders bekannt werden sollte. Ein Jahr später engagierte er sich das erste Mal für die Schleiss Keramik in Gmunden und wurde 1920 als Lehrer in die Lehrwerkstätte in Gmunden geholt, deren künstlerischer Berater er bis 1961 blieb.

Von 1915 bis 1919 leistete Zülow Kriegsdienst, er geriet dabei 1918 in Italien in Gefangenschaft. 1923 entdeckte seine Frau Thusnelda Zülow den Ort Hirschbach in Oberösterreich als einen idealen Ferienort für sich und ihre Freunde. Fünf Jahre später kamen Josef Dobrowsky, Ernst Huber und Sergius Pauser regelmäßig zu Besuch und setzten diese Treffen sowohl in Hirschbach als auch ab 1932 in Zinkenbach fort.

1928 erhielt Franz von Zülow den Österreichischen Staatspreis. 1939 trat er dem Künstlerhaus bei. Während des Zweiten Weltkrieges arbeitete Zülow vermehrt kunstgewerblich, von 1949 bis 1953 unterrichtete Zülow auch an der Linzer Kunstgewerbeschule. 1956 erhielt Zülow den Preis der Stadt Wien für Malerei und Graphik, zwei Jahre später wurde er Ehrenmitglied der Wiener Secession.

Sein breit gefächertes Schaffen reicht von der Freskomalerei über Mosaik bis hin zu Stoff- und Möbelbemalungen und zeichnet ihn als einen der vielseitigsten Künstler Österreichs aus.

Franz von Zülow starb am 26. Februar 1963 in Wien.